Ortsteil Mildenau

Das Dorf mit etwa 2.600 Einwohnern liegt in den mittleren Höhenlagen des Erzgebirges zwischen der Kreisstadt Annaberg-Buchholz und der Stadt Marienberg (470-770m) im Herzen des Gebirges. Große Teile der Gemarkung sind in Landschaftsschutzgebiete und den Naturpark "Erzgebirge/Vogtland" einbezogen.

Mitten im Annaberger Land gelegen, bietet die Gemeinde Mildenau, vor allem mit ihrer Kulturlandschaft, ein einmaliges Flair. Gut ausgebaute Rad- und gut begehbare Wanderwege erschließen die wunderschöne Landschaft mit vielen herrlichen Aussichtspunkten. Touristische Einrichtungen wie z. B. das Freibad und kulturhistorische Gebäude, so u. a. Kirchen und Fachwerkhäuser, runden das Gesamtbild ab.

Die einzigartige Lage zum "Europäischen Fernwanderweg E 3" und die Zugehörigkeit zum "Naturpark Erzgebirge/Vogtland" bieten den Besuchern vielfältige Möglichkeiten des Aufenthalts in der Natur. Dabei kann man sich von der romantisch gelegenen Umgebung der Einheitsgemeinde mit vielen herrlichen Ausblicken in das malerische Preßnitztal, Rauschenbachtal und Pöhlatal sowie an den ausgeprägten Heckenlandschaften überzeugen. Für Wintersportler stehen gespurte Loipen und der Skilift im Ortsteil Arnsfeld zur Verfügung. Außerdem sind sportliche Betätigungen auf den Bolzplätzen, dem Schießstand, dem Tennisplatz und im Freibad möglich. Zu Fuß oder auf dem Rad kann man auf vielen neuangelegten Wegen die Umgebung erkunden. Der im Jahr 2003 in Betrieb genommene 55 km lange "Annaberger Landring" erfreut sich größter Beliebtheit bei Wanderern und Radlern.

Quelle: wikipedia.de

Die Besiedlung erfolgte im 13. Jahrhundert durch fränkische Bauern (Ersterwähnung 1270). Die Topographie beeinflusste Mildenaus bauliche Entwicklung als Waldhufendorf; es ist ein ausgeprägtes Bauerndorf mit Drei- und Vierseitenhöfen, die in der Mitte der Berghänge angelegt wurden. Charakteristisch sind die bewachsenen Lesesteinränder an den Flurgrenzen. In den Talzonen siedelten Handwerk und Gewerbetreibende. Im Mittelalter erlangte Mildenau bescheidene Bedeutung durch den Silberbergbau sowie Salz- und Erztransporte; im 16. Jahrhundert wurde Reichenau eingegliedert. Bis in die Gegenwart war die Landwirtschaft bestimmend. 1835/39 wurde eine neue, klassizistische Kirche gebaut.

Im Februar 1945 fielen 32 Gebäude und die Kirche einem Bombenangriff zum Opfer; der Wiederaufbau erfolgte 1948-55; unter großem Einsatz entstanden weiterhin Sportplatz, Freibad und Schule. Die Wiedervereinigung eröffnete und erforderte neue Wege einer wirtschaftlichen Entwicklung: Die Landwirtschaft verlor ihre Dominanz; Handwerk und Gewerbe, Dienstleistungen und Wohnungsbau stehen im Vordergrund; durch Um- und Ausbau ehemaliger Bauernhöfe ergeben sich Chancen im Fremdenverkehrsbereich.

Die Mittelgebirgslandschaft mit den in einmaliger Größe und Schönheit erhaltenen Heckenstrukturen laden zur Erholung ein; erzgebirgische Volkskunst und Brauchtum sorgen für Unterhaltung und regen zur Kreativität an; die Infrastruktur ist gut ausgebaut.