Ortsteil Mittelschmiedeberg

Mittelschmiedeberg liegt etwa 7 Kilometer südlich von Marienberg im Erzgebirge. Die Ansiedlung liegt am rechten Ufer der Preßnitz im gleichnamigen Tal. Im Osten schließt sich ein bis nach Olbernhau reichendes, ausgedehntes Waldgebiet an. Durch den Ort führt die Staatsstraße 219 Steinbach-Bundesstraße 174, die Staatsstraße durch das Preßnitztal nach Schönbrunn zweigt hier von erstgenannter ab.

1662 wurde von Christian Meyer, welchem auch der Hammer in Schlössel gehörte, hier ein Hammerwerk angelegt. Es war gleichzeitig das jüngste seiner Art im Preßnitztal. Meyer erhielt für die Anlage eine kurfürstliche Konzession und ein Stück Wald, von dem er notwendige Holzkohle beziehen konnte, zugewiesen.

1674 erhielt das Werk ein Privileg als Zain-, Gewehr-, Waffen- und Rohrhammer, zu dieser Zeit besaß es Hofrat Gabriel Voigt. Ende des 17. Jahrhunderts ging es in den Besitz der Familie von Berbisdorf, welche auch die Werke Neunzehnhain, Schmalzgrube, Nieder- und Oberschmiedeberg ihr Eigen nannte. Nachdem Kaspar Siegismund von Berbisdorf jun. aufgrund seines ausschweifenden Lebensstiles 1739 bankrottging, übernahm die im Berg- und Hüttenwesen erfahrene Familie von Elterlein Mittelschmiedeberg. Aus der Erbmasse seines 1773 verstorbenen Vaters Hans Heinrich IV. erhielt Hans August die Werke Mittel-, Oberschmiedeberg und Schmalzgrube, gleichzeitig war er der erste Hammerherr der hier seinen ständigen Wohnsitz hatte. Entsprechend einer Jahreszahl im Keller des Herrenhauses wurde dieses vermutlich 1754 errichtet.

Das zu verarbeitende Erz wurde aus Gruben der umliegenden Orte sowie aus dem Böhmischen "Revier Preßnitz" bezogen. Nach dem Tod Hans August von Elterleins übernahm sein Sohn Joachim Gustav Ferdinand die Führung der Werke. Unter großen Anstrengungen durch Konkurrenzdruck, erschwerten Einfuhrbedingungen für böhmisches Eisenerz und veralteter Anlagen wurde der Betrieb aufrechterhalten. 1818 starb Joachim Gustav Ferdinand von Elterlein, für die kommenden zehn Jahre leitete sein jüngerer Bruder Ludwig Adolph Constantin das Unternehmen.

Unweit der Mündung des der Preßnitz zufließenden Haselbaches befindet sich die 1846 erstmals erwähnte und bis heute betriebsfähige "Sägemühle Neubert", deren Gattersäge ausschließlich mit Wasserkraft betrieben wird. Ursprünglich durch ein Wasserrad angetrieben folgte im Jahre 1912 die Umstellung auf eine Francis-Turbine welche bei einem Wassereinsatz von 220 l/s eine Leistung von etwa 20 PS lieferte. 1966 wurde die Anlage stillgelegt, blieb jedoch funktionstüchtig und kann heutzutage in Schauvorführungen besichtigt werden.

(Quelle: wikipedia.de)

Mittelschmiedeberg ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Mildenau und wurde 1999 gemeinsam mit Arnsfeld und Oberschaar eingemeindet.